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Tag 1+2 (Ankunft in Singapur) - 17.06.-18.06.2010
Sina:
...WOW, was für eine Anreise! Quasi 25 Studen unterwegs... na gut insgesamt hat die Reise nur 19 Studen gedauert wegen der 6 Std. Zeitverschiebung aber anstregend war es trotzdem. Nachdem der ICE total überfüllt war und die Hälfte des Teams die vierstündige Zugfahrt auf dem Flur verbracht hat (natürlich unmittelbar neben der Toilette) sind wir pünklich in Frankfurt angekommen. Wir hatten sogar schon im ICE einen Fan, der unbedingt ein Foto machen wollte. Auch das Einchecken im Flughafen war prinzipiell kein Problem, die Fluggessellschaft hat nur nochmal darauf hingewiesen, dass alle Lithium-Polymer-Akkus ins Handgpäck müsssen und nicht in die normalen Gepäckkoffern dürfen - also nochmal schnell was umpacken.
Ansonsten hatte nur ein Koffer ein wenig Übergewicht (upsss... meiner) aber alles kein Problem, wir haben den Damen am Schalter noch unseren Bot gezeigt und nachdem jeder ein Video und ein Foto mit dem Handy gemacht hatte waren alle zufrieden und wir konnten weiter zur Sicherheitskontrolle. Natürlich bekamen wir auch dort merkwürdige Fragen zu unserem Handgepäck und ich musste mit Locutus in einen Hinterraum mitkommen damit er ausführlich via "Abstrich" auf Sprengstoffspuren überprüft werden konnte. Aber natürlich kein Problem... So! Als wir dann endlich im Abflug-Terminal angekommen waren, waren dort natürlich auch schon andere RoboCupler und wieder waren die Roboter Thema Nummer eins! Nachdem wir dann unsere Plätze im Flugzeug eingenommen hatten, ging es auch zügig los... ertmal lecker Mitternachtssnack und dann 12 Studen Flug... Da unsere Touristikmanagerin schnell gehandelt hat, hatten wir einen Sitz mehr zur Verfügung, den ich mir gleich gekrallt habe um zu schlafen. Aber Pustekuchen... Füße hoch, Füße runter, rechte Arschbacke, linke Arschbacke, Micha immer wieder angestupst und beim Schlafen gestört... Mitten in der Nacht ein Bier mit Flori und Tim getrunken und diverse Filme geschaut aber trotzdem nicht eine Minute geschlafen. Darunter mussten leider auch ander Teammitglieder leiden, sorry!
Trotz langer Anreise mussten wir natürlich abends noch unsere Umgebung erkunden und einen GeoCache aufspüren! Dann noch schnell was beim Lieblings-Amerikaner gegessen und ab ins Bett...
Elli:
„...und wenn wir abstürzen?“ Die Frage beschäftigte die letzte Zeit nicht nur mich, sondern ich beschäftige mit dieser und weiteren Fragen zum Fliegen sehr viel mehr Menschen (ob sie es wollten oder nicht;)). Und auch an dem Morgen, als es los ging, lies mich dieser Gedanke nicht los. Aber es gab kein zurück und so trafen wir uns alle mit unseren Partnern am Bahnhof in Braunschweig. Eine schöne Truppe:)! Eine Schrecksekunde lang sah es so aus als hätten wir ein Handgepäckstück zu viel. Das konnte nicht sein, war ich kurz davor nochmal alles durchgegangen. Letztendlich konnten wir jedoch das Problem schnell beheben und das Gepäck stimmte wieder. Ich war seit dem ziemlich angespannt, ob alle Verbindungen sowie das Einchecken am Flughafen in Frankfurt am Main wie angedacht funktioniert. Doch alles lief gut und erstaunlicherweise lies mit der Zeit auch meine Flugangst nach:).Und dann war es soweit – der FLUG! Leider hatte ich einen Sitzplatz 6 Reihen vor dem Rest des Teams, konnte jedoch dann glücklicherweise durch Tausch des Platzes bei meinem ersten Start im Flugzeug bei meinem Team sitzen. Diese haben alles gegeben mir meine Angst zu nehmen. Danke nochmal dafür:)! Ich muss zugeben, der Flug hat mir echt suupi gefallen und ich war sehr erleichtert, dass alles reibungslos geklappt hat:). Jetzt war ich auch richtig motiviert Singapur zu erleben:)! Der erste Eindruck machte ohne ihn negativ zu werten alle meine Vorstellungen zunichte. Ich hatte mir vorgestellt, dass Singapur eine sehr moderne, sehr saubere, fast schon zu perfekt futuristische Stadt sei. Doch das ist sie meiner Meinung nach nicht. Sehr sauber ist es, nicht zuletzt aufgrund der strengen Regelungen diesbzüglich, aber trotzdem nicht so perfekt, wie ich es erwartet hätte. Und das ist meiner Meinung nach gut so. Das Gebiet um unser Hotel und das Suntec City Center, in dem der RoboCup Wettbewerb stattfindet gefällt mir echt sehr gut. Und vor allem bei Nacht ist die Skyline, die wir von unserem Hotel-Fenster aus bewundern können einfach ein Traum :)! |
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Tag 3 (Einzug in die Messehalle) - 19.06.2010
Sina:
7.30 Uhr Treffen in der Lobby, ui... Unser gesamtes Equipment muss aus dem Hotel irgendwie in die Messehalle, dank Joachim konnten wir fast alles in einem Koffer transportieren. Da jeder mindestens zwei Gegenstände in der Hand hatte und wir beschlossen hatten zu Fuß zu gehen, sind wir dann auch klitschnass im Suntec-Center angekommen, schnell angemeldet und registriert...
Und dann konnte es losgehen... Infrastruktur aufbauen (LAN, Strom, Materialfluss) und gucken ob alles noch funktioniert und einsatzbereit ist. Zum Glück hat das Equipment die Reise gut überlebt und wir konnten gleich erstmal unsere Bots auf die Licht- und Bodenverhältnisse anpassen. Auch in der MixedReality musste fleißig angepasst werden. Es mussten Teammeetings der zwei Ligen besucht werden und natürlich die Konkurrenz abgecheckt werden! Mittags gab es asiatisches Essen in einem der beliebten FoodCourts für "normales" Geld (also etwas günstiger vielleicht aber nich erwähnenswert), eher alles teurer... Nach dem Mittag wollten wir ein cooles Foto von Jonny in Singapur machen aber wir hatten kein Glück: der gesamte Bereich um unsere Halle war wegen einer Militärparade gesperrt und nur eingeschränkt begehbar.
Ansonsen haben wir den Tag gut genutzt und als dann auch die Klimaanlage in der Messehalle ausgeschaltet wurde und wir dann auch um 23 uhr die Halle verlassen mussten, sind wir diesmal mit dem Bus zurück zum Hotel gefahren.
Elli:
Der erste Tag in der Halle und bereits am morgen passierte etwas, was mich sehr geärgert hat. Die Busverbindung, die für die Strecke Hotel – Suntec Center vorgesehen war, war an diesem Tag aufgrund einer Straßensperrung nicht möglich. Deshalb musste wir das gesamte technische Gepäck zu Fuß zum Suntec Center transportieren, was bei dem äußerst schwülen Wetter echt anstrengend ist.
In der Halle war alles sehr schön aufgebaut, Tische sowie die Spielfelder. Leider war der Tisch für 6 Roboter und 8 Leute ein wenig zu klein. Doch ich finde, dass wir das Beste daraus gemacht haben und trotz des beschränkten Platzes alles sehr gut funktioniert hat. Dann war erstmal Essen besorgen angesagt – und je mehr ich in der Halle in dem City Center herum lief, desto mehr wurde mir die Dimension des gesamten Gebäudes bewusst Ich war einfach nur noch beeindruckt und überwältigt! Wo soll ich bei der riesigen Auswahl hier günstig Essen besorgen??? Naja, einfach mal rein ins Getümmel und sich überraschen lassen. Irgendwann viel mir das Wort „Carryfour“ ins Auge und da kam mir in den Sinn, dass dies ein Supermarkt sein könnte. Und ich hatte recht :)! Doch einmal reingeschaut, war schnell klar, dass auch der Supermarkt so riesig war, dass ich einige Zeit brauchen würde, um das Richtige zu finden. Besonders schwierig war die Suche nach den Lebensmitteln, es war anfangs zum Verzweifeln. Schließlich fand ich in einer hintersten Ecke bei der Damenwäsche ein Rolltreppe, die zu der Nahrungsmittelabteilung hinunter führte. Glücklich und erleichtert machte ich mich auf den Weg, um gleich darauf wegen des „besonderen Dufts nach Fisch und Co.“ enttäuscht schnell wieder umzukehren. Doch es half ja nix, ich musste Essen besorgen, also wieder runter und nicht auf den besonderen Geruch konzentrieren. Dieser Supermarkt hat ein besonderes Flair. Lebendige Fische in Aquarien!, Krokodilfleisch, Marktschreier, die Obst und Brot anpriesen und viele außergewöhnliche landestypischen Lebensmittel. Dies alles in Kombination mit „europäischen“ Lebensmitteln.
Schließlich hatte ich den Einkauf in der Tasche, bzw. in viele Taschen und einem Rucksack und machte mich auf den Weg zurück zur Wettkampfhalle, anfangs gar nicht so einfach. Leider habe ich die benötigte Menge falsch eingeschätzt. Man bedenke, dass ich 6 ausgewachsene Männer und eine Frau zu versorgen habe und die Menge, die so ein Haufen verdrückt, habe ich anfangs echt unterschätzt. Aber wer viel arbeitet, braucht viel Energie. Das nicht gelungene Abendbrot tat mir sehr Leid für alle Team-Mitglieder, doch wusste ich so, was ich in den kommenden Tagen besser machen werden würde. Der erste Tag war geschafft und ich war ziemlich platt vom vielen Laufen durch das Center. Ein Kilometerzähler hätte sich echt gelohnt ;). |
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Tag 4 - 20.06.2010
Sina:
und wieder... 7.30 Uhr treffen in der Lobby (im Fahrstuhl eindeutig mit L gekennzeichnet). Voller Tatendrang wieder zu Fuß zur Halle und angefangen. Da immer ein Spielfeld immer zum Testen zur Verfügung steht, konnten wir endlich mal unter konstanten Bedingungen vernünftig testen. Und... wie sollte es anders sein... man entdeckt ständig wieder neue Fehler und Unzuverlässigkeiten in der Hardware als auch den ein oder anderen Bug in der Software. Da jeder seinen Aufgabenbereich hat (Micha-Vision, Joachim: BodyWalk, Sina: KI+Hardware, Steffan: qLinux+Allround) konnten wir ziemlich gut alle Komponenten zusammen testen und die Fusion vorran treiben. Ganz interessant zu beobachten ist, dass eigentlich jeder der Meinung ist, dass sein Teil funktioniert ;-)
[Prinzip: ein Prozessor im Kopf mit qLinux liest von einer SD-Karte die KI und Config Datein und ist auch verbunden mit zwei Kameras/Augen, die Vision (programmiert in C++) verarbeitet die Bilder zu Objekten z.B. Ball, Tor usw., die Künstliche Intelligenz (KI - programmiert in C++) überlegt sich was zu tun ist und sendet Befehle an den Körper, die kommen auf der Body-Platine an, wo noch ein anderer Prozessor (programmiert in C) ist, der die Motoren/Gelenke ansteuert]
Dank einer guten Kommunikation und viel Nachdenken ist es endlich gelungen! Micha/Steffan: ihr Helden! Die Vision erkennt immer, wirklich immer den Ball und liefert ein eindeutiges Ballobjekt zurück. Ein Meilenstein! The Bug is dead!
Leider war es da schon 20 Uhr und jetzt blieben quasi nur noch 3 Stunden um mit den Informationen aus der Vision zu arbeiten. Total motiviert angefangen und peux á peux unserem Ziel genähert - immer den Ball finden, drauf zu gehen und schießen!
Da wir unbedingt morgen, bei unserem ersten Spiel, einen guten Eindruck machen wollen, beschlossen wir das gesamte Equipment wieder mit ins Hotel zu nehmen! Da Elli und Joachims Zimmer das größte ist, haben wir Elli gebeten, einfach in meinem Zimmer zu schlafen (Danke Elli!) damit wir arbeiten konnten! Bis um kurz nach 5 Uhr haben wir alles gegeben...
Elli:
Dieser Tag lief viel entspannter für mich ab, da ich nun eine ungefähre Orientierung hatte. Das gab mir Sicherheit und ich war froh darüber. Um nicht meinem Team nicht immer anzubieten in der nächstgelegenen asiatischen „Fressmeile“ zu essen, informierte ich mich über Angebote und Preise anderer Restaurants. So fand ich innerhalb der SuntecCity unter anderem auch beliebte Restaurants wie McDonalds, Subway, Burgerking und PizzaHut. Glücklich etwas Abwechslung anbieten zu können, teilte ich dies meinem Team mit. Die meisten blieben bei der asiatischen „Fressmeile“. Ein Team-Mitglied hatte jenoch Lust auf Pizza. So machte ich mich zügig auf den Weg dorthin um eine Pizza zu kaufen. Doch anstatt wie erwartet eine relativ normale Pizza zu bekommen, war die Pizza winzig klein, womit mein Plan mit der Abwechslung nicht ganz funktioniert hat. Dafür war ich mit dem Abendbrot im Gegensatz zum Vortag relativ zufrieden:)! |
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Tag 5 - 21.06.2010
Sina:
...autsch, treffen 7.30 Uhr in der Lobby. Total fertig sind wir wieder mit dem Equipment in die Halle, wir wollten mit dem Bus fahren aber die Angabe "kommt in 7 bis 13 min" hat uns nervös gemacht, weil wir unser erstes Spiel nicht verpassen durften. Wir sind doch wieder zu Fuß gegangen! Etwas angespannt und aufgeregt haben wir dann das Spielfeld bezogen und uns unserem Gegner gestellt -> den FUmanoids aus Berlin! Verdammt! Ein wirklich starker Gegner und wir haben verloren aber trotzdem waren wir zufreiden, dass die Sachen aus der Nacht funktioniert haben! Die Stunden bis zum zweiten Spiel haben wir auch eifrig genutzt und unseren Bot stetig verbessert. Leider haben wir auch das zweite Spiel verloren und so richtig zufrieden waren wir dann nicht mehr - eher frustriert! Aber da wir wussten, eine Chance haben wir noch, konnten wir natürlich nicht einfach einen Gang zurückschalten. Wir haben es geschafft, bis 21.30 Uhr in der Halle zu bleiben, dann haben aber alle Augen/Gliedmaßen und Verstand gestreikt. Nach nur 1,5 Std. Schlaf in der Nacht waren alle Studis fix und fertig!
Elli:
Schon am Tag zuvor machte unsere Teamleaderin und Power-Frau Sina uns klar, dass es nun ums Ganze geht und das die zu bewältigenden Aufgaben nur durch einen straffen Zeitplan zu schaffen sein werden. So war es dann auch! Alle legten sich mächtig ins Zeug, um bei den anstehenden Spielen möglichst gut abzuschneiden. Sie programmierten, flashten, kallibrierten, löteten und taten vieles, vieles mehr um die Fähigkeiten des Roboters zu verbessern bzw. sogar noch zu erweitern. Die Einen beschäftigten sich mit der Bilderkennung, damit der Roboter den Ball erkennen kann, den Anderen machte die Verbesserung des Laufens zu schaffen oder sie bemühten sich um den Schuss-Vorgang. Erst wurde am Arbeitsplatz getüftelt um wenig später gleich auf dem Fußballfeld zu testen. Und auch beim Testen sprühte der Ehrgeiz aus sämtlichen Poren der Beteiligten und machte fast immun gegen jegliche Rückschläge. Echt bewundernswert! Bei so viel Begeisterung hatte auch ich richtig Lust bekommen etwas zu programmieren...;-) Ganz egal was der Einzelne zu tun hatte, alle waren aufs Äußerste in ihre Arbeit oder Diskussionen vertieft, sodass die Antwort auf Fragen schon mal etwas länger gedauert hat;) Aber schließlich fährt man nicht alles Tage zum Wettbewerb nach Singapur. So viel Arbeit macht hungrig und durstig!Und so war für mich wie jeden Tag einkaufen angesagt. Also versuchte ich wieder einmal einen gesunden Mittelweg zwischen leckeren und günstigen Nahrungsmitteln zu finden, und zugleich alle an mich herangetragenen Wünsche zu beachten. Zu schaffen machten mir auch heute bei der Shoppingtour wieder die verschiedensten Dinge. Zum Einen immer wieder die lebendigen Fische, die man direkt aus einem Aquarium! kaufen kann und deren Duft. Des weiteren raubt mir vorallem der Rückweg in die Wettbewerbs - Halle viele Nerven und das weniger, weil so eine Menge echt total schwer ist, sondern eher der Singapurianer wegen. Diese schaffen es immer wieder mich auszubremsen. Ich muss schon zugeben, dass ich den Zeitverlust durch anfängliche Orientierungslosigkeit versucht habe aufzuholen und deswegen etwas schneller gelaufen bin. Aber die Singapurianer haben erst ein normales Lauf-Tempo, um ganz plötzlich stehen zu bleiben und sehen sich um. Dies tun sie an Stellen, an denen nix passiert und wenn ich hinter ihnen bin, was meine Vermutung bestärkt, dass sie das mit Absicht tun;)...wenn ich grad so drüber nach denke sieht das aus, wie wenn sich unsere Roboter den Ball suchen. Also alles im Roboter-Style, sogar die Menschen..Dieses Phänomen hat ich so viele Nerven gekostet, dass ich darüber glatt das Gewicht von 4 Tüten und knapp 10 Liter Getränken vergesse hatte. Nach dem Abendbrot und meinem Nervenverlust freute ich mich einfach nur auf mein Bett. Ich wusste, dass das Team die Nacht nutzen wollte, um weiter an den Robotern zu basteln. Dazu war unser Zimmer echt gut geeignet, da es das größte war. Trotzdem ich überrascht war, dass ich in dieser Nacht – um zu schlafen - dafür in einem Zimmer eines meiner Team-Mitglieder geschlafen habe, hatte ich dafür vollstes Verständnis. Die Nacht war auf jeden Falle sehr produktiv und es hat sich gelohnt :)! |
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Tag 6 - 22.06.2010
Elli:
Neuer Tag neues Glück! Doch das Glück hat mich gleich am Morgen im Stich gelassen, als der Bus, den ich für die Fahrt in die Halle rausgesucht hatte nicht kam. Ich war sehr unzufrieden, weil alles was um die Wettbewerbe herum passiert möglichst reibungslos laufen soll, zumal an diesem Morgen alle von der vorherigen „Nacht“ mehr als müde waren. Aber das der Bus so lange auf sich warten lässt, konnte ich nicht ahnen. Letztendlich haben wir uns dazu entschieden zu Fuß zu gehen, um nicht mal 5min. später von besagtem Bus überholt zu werden.“Jetzt wissen wir wenigstens, dass er fährt!“. Die Anspannung stieg. Schnell wurde hier noch etwas programmiert und da noch etwas getestet. Zu meinen ersten Wegen in der Halle gehörte Kaffee und Tee holen, damit die Truppe wieder etwas wacher wird. Schnell noch „ein paar“ Brote geschmiert und ab gings zum ersten Spiel. Zwischen den ersten beiden Spielen war ungefähr ein halber Tag Zeit, der ähnlich ab lief wie Tag 4. Sie sind schon sehr ehrgeizig, das muss man ihnen lassen:)! Das erste und zweite Spiel habe ich durch die Linse der Kamera verfolgt und habe mich gefreut zu sehen, dass sich die Fähigkeiten der Roboter von Spiel zu Spiel verbessert haben. Nach dem 2. Spiel viel der beschriebene Druck spürbar ab und die Luft war raus. Ich freute mich sehr auf eine Quatsch-Runde am Abend im Hotel. Einfach gemütlich zusammen sitzen, essen und labern. Ich hab die letzten Tage viel zu wenig geredet und ich brauch das einfach :) !!! |
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Tag 7 - 23.06.2010
Sina:
...so, wie immer 7.30 Uhr in der Lobby. Drei Teammitglieder durften länger schlafen, weil ja eigentlich nur noch MR läuft aber ich wollte unbedingt noch den Humanoiden-Arbeitsbereich aufräumen und die Dinge wieder in ihre Tupperdosen verpacken! Als dann das Gröbste wieder sortiert und verstaut war, bin ich erstmal alleine los getigert... Ziel war es, das HardRockCafe zu finden ;-) Dank Elisabeth wusste ich schonmal wo ich aus der NorthSouthBahn austeigen musste. Aber so einfach war es nicht... ich kam auf einer riesigen Kreuzung raus, welche man nicht zu Fuß überqueren durfte! Mh... Ok, ab durch den "Underpass" aber in welche Richtung? Unter der Erde ist die Orientierung an Gebäuden eher schwierig... nachdem ich dann quasi auf jedem Viertel der Kreuzung war und um die letzte Ecke geschaut habe, stand ich plötzlich genau davor! Total Happy ab in den Shop und zack zack zack alles gefunden und bezahlt. Die Verkäuferin war nett; wir haben uns noch ein bisschen unterhalten und festgestellt, das die T-Shirts nicht Weltweit den selben Preis haben. Naja, war mir dann eigentlich auch egal, Hauptsache ich hab mein T-Shirt!!! So, wieder ab in die Metro und Richtung Hotel mit dem Plan: Mittagsschlaf! Aber... es kommt immer anders als man denkt! Im Zimmer angekommen, festgestellt: kein Handy = kein Wecker = Risiko nie mehr aufzuwachen zu groß. Also wieder raus, erstmal zu Trinken besorgen, zufällig eine total geile Klamotte entdeckt, festgestellt zu wenig Bargeld, also wieder ins Hotel, Geldkarte geholt und zur Bank gegenüber des Hotels. Komisch, brennt gar kein Licht und sind gar keine Menschen drin. Komisch, das ganze riesige Gebäude hat gar kein Licht... "No Power! No Power!" told me our sevenEleven Boy! Verdammt! Neuen Geldautomaten gesucht und Klamotte gekauft, zum Glück etwas langärmliges. Ich hatte noch nicht ganz bezahlt, da fängt das sowas von an zu regnen, unbelievable - die Welt geht unter! Aber kein Problem! Klamotte angezogen und los - gescheitert! Ab in den nächsten Shop: "I need the cheapest Umbrella!" - Notkauf. Mitlerweile schon weit nach Mittag und mit Schlafen war noch nichts, dank FlipFlops konnte ich munter durch den Regen walken in Richtung SuntecCity-Messehalle. Aber verdammt, wenn man klitsch nass ist, kommt einem die Temperatur in der Halle statt 15° wie 5° vor! Und deswegen: Ich hab nur Meldung beim Team gemacht, Terminansprache, Handy holen (Wecker wichtig) und wieder schön von Pfütze zu Pfütze ins Hotel. Total duchnässt, mit kalten Füßen erstmal auf eine heiße Dusche gefreut - aber was ist das? Kein warmes Wasser... Hä? Ich hab 5 Minuten gewartet aber kein warmes Wasser! Total angepisst ins Bett und ne Stunde geschlafen. Dann wieder zurück in die Messehalle, weil um 19 Uhr noch ein Spiel der Mixed Reality ansteht, welches ich natürlich nicht verpassen wollte (hat mein Gewissen gesagt - alles für den Dackel, alles für den Club). Das Spiel war zäh aber interessant und mit einem Glücklichen Ende! So. Wat nun? Unsere drei Mixed Reality Boys hat mal wieder der Ehrgeiz gepackt, vor 23 Uhr verlassen wir die Halle nicht. Also endlich mal Zeit Postkarten zu schreiben, da ich nur 12 Karten besorgt hatte, musste ich mir ganz genau überlegen, wer denn eine bekommt! ;-) So. Und heute spielt ja noch die Nationalmannschaft - 2.30 Uhr Ortszeit - noch steht nicht fest wer wie wo guckt! Den deutschen LiveStream im Internet können wir nicht nutzen. Aber wir wissen von einer Kneipe, wo sich Deutsche zum gucken treffen aber die Story gibt es morgen! |
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Tag 7 Nachts (Fußball) - 23.06.2010/24.06.2010
Sina:
Anpfiff 2.30 Uhr Singapurzeit! Vorher schlafen? Gar nicht schlafen? Egal, Hauptsache das Spiel gucken! Erstes Ziel - Bier kaufen! Eigentlich kein Problem, wenn unser Lieblings-SevenEleven offen hätte aber der hat immernoch no power! Kein Problem! Tim und ich sind einfach ganz zuversichtlich um Mitternacht los getigert, weil es muss mehr als einen SevenEleven geben. Aber nein! Wir sind eine Stunde lang systematisch alle Ecken abgegangen und dann noch in den Underground zwischen Hotel und Center. Irgendwie waren da aber schon die Türen zwischen den einzelnen Abschnitten abgeschlossen und wir sind ein wenig rumgeirrt, um noch einen offen Ausgang zu suchen. Zum Glück hat uns dann aber die Reinigungskraft eine Tür aufgeschlossen, hinter der ein Fahrstuhl war, mit dem wir hoch fahren konnten und schwupps standen wir im Eingangsbereich des Raffles-Hotels. Ups, wie peinlich aber egal. Das größere Problem war: kein Bier! Dann haben wir doch nochmal die Lokation gesucht, wir wollten kein Risiko mehr eingehen, cool gefunden, viele Deutsche hier! Ach herrlich, denn erstmal hingesetzt und zwei Heineken bestellt, ich hatte 20 Dollar in der Hand weil's bestimmt teurer wird und so aber selbst die haben nicht gereicht! 2 x 0,5 Liter für sagenhafte 32 Singapur-Dollar!! Das sind so 20 Euro! Aber geschmeckt hat es ja... Wir total frustriert zurück zum Hotel. Aber nein, nicht locker lassen, auffällig war, dass bei unserem Lieblings-SevenEleven zwar die Tür zu und kein Licht an war aber nicht verriegelt. Die Tür konnte man öffnen und wir haben einfach mal gerufen und tatsächlich kam jemand mit Kerze! "Yeah, plaese! We need beer, it's so important! We are in a hurry!" Check! 12 Dosen = 24 S$ und ab auf's Zimmer zack zack zack! Fernseher an und jo, wird übertragen! ...aber sehr schlechte Qualität! Wir mussten aber noch auf Flori warten, der noch an seiner KI programmiert hat, damit wir sicher ins Finale kommen. So! Alle bereit, los gehts ab ins Chijmes! Wow! Total voll! Sehr geil! Erst haben wir gedrängt in der Ecke gestanden, dann haben wir uns aber einfach an einen Tisch dazu gesetzt. Die Stimmung war gut, deutsche Fan-Gesänge und alle in Trikos oder Schal, Schminke usw... Zwei Bier haben wir uns am Tisch dann noch gegönnt (5 Bier haben so viel gekostet wie meine Klamotte vom Vormittag!!). Als das Tor gefallen ist löste sich unsere Anspannung und Flori war richtig glücklich! Nach dem Spiel schnellst als möglichst ins Hotel, weil das Halbfinale um 9 Uhr beginnt. Die Jungs um Flori waren alle pünktlich um sieben Uhr in der Lobby - ich leider nicht. Um sieben Uhr hat der Wecker geklingelt daran erinnere ich mich und dann war es beim zweiten Mal aber schon elf Uhr! Ups! Hat mir voll Leid getan. |
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Tag 8 - 24.06.2010
Sina:
So! Also ich bin zu spät gekommen, Halbfinale war schon gelaufen (tut mir richtig Leid und ist mir auch echt peinlich, sorry Jungs aber ich sach mal, der Wecker ist Schuld ;) ) Ich also mit nassen Haaren und ohne Notebook durch den Underground gerannt, um vor 12 Uhr in der Halle zu sein. Puh, geschafft! Flori hat mich erst glauben lassen, dass wir nur um Platz drei spielen, weil Iran ihn besiegt hat. Aber Pustekuchen: 13 Uhr Finale!!! OK! Mh, also mit meinen Haaren konnte ich ja nicht zum Finale kommen also schnell zum Friseur. Waschen und glatt fönen. Ah, herrlich! Endlich die Haare schön! ;) Jetzt konnte ich voll entspannt das Finale verfolgen und oh... es war so spannend! Erst war es relativ ausgeglichen, verdammt! Dann ein Tor für Reutlingen. Oh! Aber nie die Hoffnung aufgeben! Stefan und ich also Daumen gedrückt. Halbzeit. Flori hat sich entschieden, doch noch mal die Goto-Funktion zu wechseln. No Risk no Fun (unser Singapur-Spruch ;) ) Und dann die zweite Halbzeit wow schwupps, Tor für uns!! Juhu, Ausgleich, puh! Na denn war alles klar! Wir können siegen, wir wollen siegen, wir müssen siegen!!! Also weiter Daumen gedrückt! Nervenkitzel! Und Tor!! Yeah!! Uh, wir liegen in Führung, noch ca. 6 Min Spielzeit übrig... Puh, das hält doch niemand aus! Aber alles gut gegangen, Reutlingen hat es nicht mehr geschafft, vor unser Tor zu kommen... verrückt - Abpfiff -> Weltmeister!!! Das war ja echt ein persönlicher Moment Jungs, so emotional kenn ich euch gar nicht! ;-) Dann natürlich noch offizielle Siegerehrung und Foto-Session mit unserem Pokal! Dann erstmal was essen, ich glaub, es hat bis 18 Uhr quasi niemand etwas gegessen. War einfach zu spannend. Wir also zum offiziellen Bankett - Asia Food. Und ein bisschen Show. Aber wir waren alle so fertig mit der Welt. Kein Schlaf, viel Stress, wenig Ausgleich. Aber... Das Schlimmste kommt noch - einpacken! Nach der nächtlichen Hotel-Aktion hat Joachims Koffer aufgegeben. Alle vier Rollen waren dahin, quasi nicht mehr vorhanden. Da musste schnell ein neuer besorgt werden, Preis-Leistung richtig gut! Wir also das ganze Equipment, mittlerweile in zwei Koffern, zum Hotel geschleppt. Und denn hab ich erstmal alles auf mein Bett gekippt und nach und nach und nach und nach und bis heute noch sortiert! |
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Tag 9 - 25.06.2010
Sina:
...die Nacht danach... Diesmal nicht um 7.30 Uhr in der Lobby treffen, sondern um 9.30 Uhr bei Elli und Joachim im Zimmer zum Frühstück (Elli, ohne dich wären wir alle jämmerlich zu Grunde gegangen, danke für Speis und Trank). OK und schonwieder Stress. Natürlich war niemand so richtig pünktlich, obwohl wir zur Universität Singapur wollten um uns dort einen Vortrag zur Mixed Reality anzuhören und wir haben es natürlich "just in time" geschafft ;-). Dann haben wir uns noch einen anderen Vortrag über Lokalisierung angehört. Aber genug des Guten. Wir wollten erstmal nach LittleIndia und ChinaTown, schließlich haben wir von Singapur (außer Suntec City und dem Underground) noch nichts gesehen! Wir also los. War auch echt eine andere Welt außerhalb des Stadtkerns. Nicht schlecht, nett, ok auch dreckiger aber romantisch! Nach ein paar Stunden haben wir uns nochmal getrennt, weil die Interessen doch zu unterschiedlich waren. Stefan und ich wollten unbedingt in die Mall, die nur - aber wirklich nur - Technik verkauft. War auch schnell gefunden und verrückt, tatsächlich nur Notepads, Mp3-Player, Bildschirme, Rechner, LED-Spielzeug usw... Wir kamen uns vor wie auf der CeBit (alle haben das Selbe) nur direkt mit Preisschildern! Ich hab mal versucht, um ein MP3-Player zu handeln aber ganz klar "Preisabsprache", alles hat überall gleich viel gekostet und - ja mh - ein bisschen enttäuscht hab ich da gestanden und mir einen MickyMouse MP3-Player angeschaut. Und dann war Stefan lost... Mh, verdammt, wo ist Stefan??? Ich mich an der Rolltreppe positioniert, da muss er ja durch. Aber kein Stefan. Nach 10 Minuten bin ich dann zum Taxi-Stand, weil ohne Stefans Navi hätt' ich nie zurück gefunden. Der Taxifahrer hatte einen Mercedes und ich natürlich gleich ertmal rausgehauen "Oh, a german car!", und der Typ war echt nett, er war 2000 auf der Expo in Hannover und fand den "Rechtsverkehr" genauso komisch wie ich den "Linksverkehr"! Wir haben uns nett unterhalten über Fußball und den Strand (soweit ich dazu in englisch in der Lage war) und das Wetter, weil heute hat es doch fast den ganzen Vormittag geregnet. Ich im Hotel angekommen - kein Stefan, verdammt, mh... Plötzlich klopft es an der Tür - Stefan! Ich konnte ihm die Erleichterung förmlich ansehen, obwohl wir nur durch die Tür kommuniziert haben! Alle anderen waren noch nicht zurück im Hotel, obwohl wir mit dem Vizemeister verabredet waren, um zum Marina Bay Sands (ganz neu eröffnetes Hotel und Super-Hochaus) und auf die inoffizielle RoboCup-Party zu gehen. Das war der Hammer, ich sag nur: "Singapur ist besser als Dubai"!!! Wir genießen unseren letzten Tag hoffentlich noch bei besserem Wetter und kommen dann Montag um 12 Uhr MESZ in BS an!!! |
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