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RoboCup China 2015

Humanoid League


Alles fing damit an, dass unser Gepäck in Guangzhou hängen blieb. Somit fehlten uns nicht nur Roboter und Equipment, sondern vor allem Klamotten zum Wechseln nach der langen Reise. Was uns blieb war das Handgepäck, mit dem wir wenigstens das ein oder andere dabei hatten, wenn auch natürlich kein Werkzeug. Im Hotel trafen wir dann unsere Partner aus Brasilien, die mit zwei Robotern angekommen waren. Zum ersten Vorbereitungstag fehlten uns weiterhin zwei der großen Roboter, die wir somit nicht vorbereiten konnten. Den einen, der noch eingetroffen war, haben wir erst nicht durch den Roboter-Check bekommen, da der Kopf zu groß war. Es wurde anders gemessen als im Vorjahr, was nicht nur bei uns zu Problemen führte. Somit mussten wir unseren Kopf abschneiden, das sah unschön aus und hat auch zu mehr Instabilität geführt. Auch der brasilianische Kamerad musste seinen Helm ablegen und durfte damit nicht spielen. Während die Brasilianer am neuen Laufalgorithmus werkelten, waren unsere Leute dabei, die Erkennung von Objekten zu kalibrieren. Doch die Zeit, die noch blieb war kurz und reichte nicht aus. Während die Erkennung des Spielfelds und der Torpfosten gut funktionierte, brachte insbesondere die Suche nach dem Ball der Teen Size ungeahnte Probleme. Damit einhergehend wurden Laufen und Schießen vernachlässigt, was in den Spielen häufiger zu Stürzen führte.

 

In der Kid Size waren wir in Gruppe B mit ZJUDancer und FUmanoids, was uns keinen leichten Einstieg ermöglichte. Das Endergebnis der Gruppenphase war dann keine Überraschung. In der Zwischenrunde hatten wir noch einmal die Chance gegen RoboErectus anzutreten, wo sich unsere Roboter aber leider nicht durchsetzen konnten. In der Teen Size hatten wir ähnliche Schwierigkeiten und konnten keine Tore erzielen. Insgesamt war der Wettkampf für uns stressig, da wir durch Teilnahme an beiden Ligen ein Spiel nach dem anderen hatten. Es war zu merken, dass es uns an Fachpersonal und Robotern mangelte. In den Technical Challenges konnten wir jedoch noch einmal beweisen, wozu unsere Roboter in der Lage sind. Sie konnten nicht nur überraschend hoch springen, sondern auch große Stöße der Push Recovery ausbalancieren. Damit konnten wir uns in beiden Ligen den zweiten Platz sichern.