Willkommen bei den WF-Wolves

Wir sind das RoboCup Team der Ostfalia Hochschule f├╝r angewandte Wissenschaften.

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German Open 2024 - Das Finale

Der heutige Tag markierte den H├Âhepunkt der RoboCup German Open in Kassel f├╝r unser Team - das Finale der Humanoid League Kid Size stand auf dem Programm. Doch bevor das Spiel begann, wurden wir mit einer Reihe von technischen Problemen konfrontiert, die uns auf eine harte Probe stellten.

Bereits in den Vorbereitungen stellte sich heraus, dass zwei unserer Roboter ausgefallen waren. Detlef, einer unserer zuverl├Ąssigsten Spieler, wurde durch einen ungl├╝cklichen Kurzschluss im rechten Schultermotor w├Ąhrend eines Tests au├čer Gefecht gesetzt. Dabei brannte das Powerboard des Roboters durch und zerst├Ârte neben dem Motor auch das Jetson.

Ein verbranntes PowerBoard der WF Wolves
Das verbrannte PowerBoard Foto: Torben R├Âhrs

Als Ersatz wurde kurz vor dem Spiel das alte Jetson aus Sara verbaut. Dies war jedoch nicht auf dem Stand der anderen Roboter und wies erhebliche Verbindungsprobleme auf. Dieses Fehlverhalten wurde uns leider erst zur Halbzeitpause klar und konnte nie vollst├Ąndig behoben werden.

Trotz dieser R├╝ckschl├Ąge zeigte unser Team eine beeindruckende Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit, das Beste aus der Situation zu machen. Unser Hardwareteam arbeitete unerm├╝dlich, um Gambi rechtzeitig f├╝r das Finale wieder einsatzbereit zu machen. Deshalb hatten wir zumindest zwei Roboter mit der altbew├Ąhrten NUC-Jetson-Kombination f├╝r das Spiel zur Verf├╝gung.

Sara, ein Vertreter der neuen Generation von Robotern in unserem Team, war mit einer neuen Computerarchitektur ausgestattet, die auf Nvidia Orins basierte. Doch auch sie blieb nicht von den technischen Problemen verschont. Vor dem Spiel wurde ihre Platine durch einen Kurzschluss, ausgel├Âst durch eine verkeilte Mutter, zerst├Ârt und lies sie letztendlich aus dem Tunier ausscheiden.

Somit blieb nur noch Jutta als Vertreterin der neuen Architektur ├╝brig. Doch was f├╝r ein Spiel Jutta ablieferte! Die intensiven Monate der Entwicklung und die unz├Ąhligen Stunden der Tests zahlten sich aus, als sie im Finale eine herausragende Leistung zeigte. Besonders in der zweiten Halbzeit ├╝berzeugte sie mit ├╝berragenden Spielleistungen: Sie erzielte unser erstes Tor seit Jahren, verteidigte aktiv gegen die Angriffe der Bit-Bots-Roboter und lieferte sich packende Zweik├Ąmpfe.

Die Spannung war greifbar, und die Chancen auf ein weiteres Tor standen gut, als Jutta durch einen Pushing-Versto├č seitens der Bit-Bots-Roboter zu Fall gebracht wurde. Dies f├╝hrte zu einem Neustart des Orins und beendete den laufenden offensiven Spielzug. Der Schiedsrichter, gestellt von den Bit-Bots, vergab darauf keine Karte sondern nur eine Zeitstrafe f├╝r den Hamburger Roboter. Am Ende gewannen die Bit-Bots, welche die ganze Woche ├╝ber das bessere Team waren, verdient das Finale. Trotz dieser Hindernisse und einer knappen Niederlage gegen die ├╝berlegenen Bit-Bots-Roboter war das Spiel ein wichtiger Meilenstein f├╝r unser Team.

Jutta schie├čt ein Tor
Toooooooooooooooor!!! Foto: GermanOpen Orga

F├╝r uns war es trotz der Entt├Ąuschungen ein bedeutender Sieg und die Emotionen waren stark. Unsere neue Plattform hat sich bew├Ąhrt, und die Erfahrungen aus diesem Spiel werden uns dabei helfen, in Zukunft noch st├Ąrker zur├╝ckzukommen. Das Finalspiel stellte einen Meilenstein in unserer Roboterentwicklung dar. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden aus unseren Fehlern lernen um im n├Ąchsten Tunier noch besser performen zu k├Ânnen. In Eindhoven werden wir wieder auf die Bit-Bots treffen, dieses mal jedoch mit f├╝nf Robotern der zweiten Generation und nicht einem. Jutta wird ihr Wissen weitergeben.

Das verbrannte PowerBoard
Gruppenfoto der WF Wolves und Bit-Bots Foto: GermanOpen Orga

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